Urlaub in Österreich - Hotel und Restaurant Zum Senner in Zillertal

 
HotelsCombined
Featured Property
Anreise

Abreise

Mehr Informationen!

weiter zum Inhalt Zum Senner Zillertal
Genussmenü
für unsere Hausgäste
Urlaub in Tirol

Frühjahr, Sommer, Herbst & Winter

Tiroler Schnapsroute – auf den Spuren kulinarischer Tradition

2.500 von 4.000 Tiroler Brennereien haben das Brennrecht seit Maria Theresias Zeiten. Das Wissen um die Brennkunst wird dabei oft von Generation zu Generation weitergegeben und verbessert. Jährlich werden rund fünf Millionen Kilogramm Obst zu verschiedensten Bränden verarbeitet. Die Tiroler Obstbrenner wurden für ihre Brände aus dem Herz der Alpen bereits mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Vorerst bilden 41 Partnerbetriebe im Tiroler Inntal, in dessen Seitentälern und Osttirol den Anfang der Tiroler Schnapsroute und gewähren Ihnen einen Einblick in die Kunst des Schnapsbrennens.

Schnapsbrennen – eine lange Tradition

Seit 2014 können Sie sich auf die Tiroler Schnapsroute begeben und sich bei den Brennmeistern über die Veredelung von Obst zu edlen Destillation informieren. Im Rahmen solcher Führungen erfahren Sie, wie die besondere Klarheit, Fruchtigkeit und Reinheit der heimischen Brände zustande kommt. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag genießen Sie beim Verkosten der Brände die hohe Qualität der Verarbeitung am eigenen Gaumen.

 

Anton Nagiller, Hoferbauer - der Stadt-Bauernhof


Der Weg zu erstklassigem Edelbrand führt quer durch Tirols Landeshauptstadt Innsbruck in den Stadtteil Amras.
Siehe da: unweit des Schloßes Amras, eine Dorfkirche, altehrwürdige Gasthöfe und stattliche Bauernhöfe; Viehstall und Obstgärten auf Tuchfühlung mit Hochhäusern: Ist das ein kleines Gallisches Dorf? Hoferbauer Anton Nagiller kann dem Gedanken schon etwas
abgewinnen. Er betreibt ungeachtet der Urbanität einen Obstgarten, hält Schweine im neu renovierten Stall und baut im nahen Feld Kartoffeln an. Schnapsbrennen ist beim Hoferbauern Tradition.

Die reicht übrigens nicht zur Römerzeit, aber immerhin Jahrhunderte zurück. Der große Hof diente der Versorgung der adeligen Familie Trapp, die im angrenzenden Trappschlößl beheimatet war. Seit 1950 werden die Hoffrüchte vergoren und destilliert, seit 2007 mit neuem Brenngerät. „Ich habe bald bemerkt, dass man aus Getreide nicht nur Bier, sondern auch herrliche Edelbrände machen kann“, verweist Pauli auf sein Whisky-Sortiment. Nach Jahren der „aromatischen Ausflüge“ stehen heute Traditionsschnäpse wie Edelobstler, Gravensteiner-Apfelbrand, Kirsch- und Zwetschkenbrand in den Regalen. Getreidebrände sind für den Bierbrauer Ehrensache: Tiroler Bierbrand, AbsWhisk, Tiroler Malz und Tiroler Dinkel.
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Arno Pauli: Brauerei & Brennerei
Ebner,Karl-Zanger-Str. 17,6067 Absam,
t +43.664.4502.524, office@brennereiebner.at,
www.brennereiebner.at

 

 

Lisa-Maria Holzmann Glaserhof

 
Brennerei Lisa Maria Holzmann Auf dem Hochplateau des Ortes Gnadenwald, am Fuße des Karwendels finden Ausflügler, Radler und Wanderfreunde ihren Erholungsraum. Dort reihen sich Traditions-Gasthöfe und große Landwirtschaftliche Betriebe. Es ist eine ruhige, erhabene Idylle auf der sonnigen Empore über dem quirligen Inntal. Hier findet der Glaserhof großzügig Platz. Er zählt zu jenen Bauernhöfen, die den Spagat zwischen moderner Wirtschaftsgröße, Nachhaltigkeit und Kulinarik bewältigen. Rund 150 Muttertiere des selten gewordenen braunen Bergschafs, circa 100 Almochsen Tiroler Grauvieh und eine eigene Metzgerei finden in den weitläufigen Wirtschaftsgebäuden Platz.

Eine Brennerei mag hier überraschen. Und auch die junge Betriebsführerin! Lisa Maria Holzmann lenkt mit Mitte Zwanzig gemeinsam mit Ihren Eltern den Großbetrieb. Ihren Traum der eigenen Brennerei hat sie am Glaserhof stilvoll und in herrlichem Ambiente verwirklicht. Neben dem großzügigen Brennraum befinden sich zwei wunderschöne Zirbenstuben. Schon der Eingang ladet in das großzügige Foyer zwischen Brennraum und den geschmackvollen Stuben ein, in denen die Besucher verweilen können. Nach dem Besuch von diversen Brennschulungen legt sie im Herbst 2012 selbst Hand an. „Da stand ich plötzlich mit drei Tonnen Marille da“ schüttelt Lisa den Kopf. Sie ließ sich von einem Experten der Tiroler Landwirtschaftskammer bezüglich der High-tech Brennanlage unterweisen und packte rasch an. Die ersten Edelbrände munden ausgezeichnet, die Brände im Jahr darauf ebenfalls. Etwa 20 Sorten füllt sie nun ab. Der klare edle Brand aus Boskoop, „Alter Birne“ und Quitte, aus Weichsel oder Johannisbeere, Muskattraube, ... macht sich gut in Nase und Gaumen!
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Lisa-Maria Holzmann:
Glaserhof, Hnr. 119c,
6069 Gnadenwald, t +43.664.1000.590,
office@glaserhof.at, www.glaserhof.at

 

 

Petra & Erwin Hupfauf: Brennerei Weindlerhof

Brennerei Hupfauf

Obst wie im Schlaraffenland Wer um den Weindlerhof spaziert, begutachtet etwa zwölf verschiedene Obstsorten. Das Früchteparadies setzt sich fort im alten Bauern-Obstgarten und den weitläufigen Anlagen entlang des Inns. Nektarinen, Weingartenpfirsiche, Mirabellen, rote und gelbe Williamsbirnen und vieles mehr reifen auf den rund 7000 Obstbäumen. Landwirt Erwin Hupfauf weist zur Hofeinfahrt: „Der Birnbaum ist hundert Jahre alt.“ Die rote
Williamsbirne und die Quitten sind wertvolle Raritäten. Einige Bäume sind Teil des Gen-Save-Programms zur Erhaltung alter Obstsorten: Ilzer Rosenapfel, Rheinscher Winterrambur und Gewürzluike. Die Ernte am Weindlerhof füllt viele Maischefässer.

Auch Brennerkollegen schätzen das qualitativ hochwertige Obst. 1992 stellt Erwin Hupfauf erstmals sortenreinen Edelbrand her, was zu Beginn einiges Unverständnis auslöst. Im Jahr 2000 kommt eine moderne Kolonnen-Brennanlage auf den Weindlerhof. Auch Petra brennt mit. Sie goutiert mit feiner Nase. Erwin legt die Prüfung zum Edelbrand-Sommelier ab, Petra und Erwin besuchten zahlreiche Seminare gemeinsam. Die Ergebnisse lassen nicht lange auf sich warten. 2002 prämiert die Tiroler Landwirtschaftskammer Kirsch und Boskoop eichenfass-gelagert. 2006, 2009, 2010 und 2011 schlagen Weindlerhof-Brände viele internationale Konkurrenten beim Gault Millau. 2010 zeichnet die weltweit renommierte „Destillata“ vier Edelbrände als Edelbrände des Jahres aus und nimmt den Weindlerhof in den Kreis der „ausgewählten Destillerien“ auf.
Führungen: jeden Samstag (Vormittag)
Preis: ab € 15,-/Person

Petra & Erwin Hupfauf:
Brennerei Weindlerhof, Bundesstraße 20,
6111 Volders, t +43.664.5146.652,
Weindlerhof-hupfauf@hotmail.com

 
 

Toni Rossetti: Brennerei Rossetti

Toni Rossetti: Brennerei Rossetti Toni Rossetti sitzt in der Laube vor seinem schönen Bauernhof und philosophiert darüber, ob man die Obstbäume nachts beleuchten solle. Er ist ein passionierter Landwirt. Der gelernte Elektrotechniker erbte den stattlichen Hof in Kolsassberg von seinen Eltern. Gemeinsam mit seiner Frau renovierte er liebevoll das Bauernhaus samt Stallanbau. Aus dem Bauerngartl schuf Familie Rossetti eine üppige Blumen- und Kräuteroase und fasste diese mit schmucken Steinmauern ein. Über acht Stufen gelangt man zum Obsthain und zu den Feldern, die sich bis hinüber zum Waldrand erstrecken.

Der Rossetti-Hof ist authentisch und ungekünstelt, ein harmonisches Ensemble am Ortsrand von Kolsassberg. Wer Rossettis Brenner-Reich betritt, kommt ins Staunen. Außen die Hülle eines ehemaligen Stalles, innen eine Oase für Genießer. Vor den gut gefüllten Regalen lädt die steinerne Theke zum ersten Trunk. Den hell erleuchteten Raum unter den alten Holzbalken nimmt die Brennanlage ein. Hier wird gern und oft gearbeitet! Ein offener Kamin und ein Brotbackofen nach alter Tradition machen den Raum gemütlich. In den Regalen blitzen Edelstahlfässer – ein jedes voll köstlicher Destillate. Die Brennereiführung beginnt aber immer zuerst im Obstgarten. Danach zeigt Toni das Maischelager, die Arbeitsräume und füllt zuletzt die eleganten Stielgläser. Beim Edelbrand aus der Grünen Jagdbirne erkennt er einen Duft, der an Mostbirne erinnert, hebt die herb-trockene und leicht zitrusartige Note hervor und rät, beim Trinken die Augen zu schließen: „Der Geschmack verweilt sehr lange am Gaumen!“ Mehr als 50 Edelbrände, Raritäten und Liköre stehen zur Wahl;
Um Voranmeldung wird gebeten (2 Tage vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Brennerei Rossetti, Lourdesweg 1,
6115 Kolsassberg, t +43.5224.67510,
m +43.699.21572448,
brennerei@rossetti.at,
www.rossetti.at

 

Brennerei Hannes Dengg Innerummerland

Brennerei Hannes Dengg

Innerummerland befindet sich neben Ausserummerland. Beides sind Bauernhöfe im mittleren Zillertal. Woher der Name seines Hofes, „Innerummerland“ stammt, konnte Hannes Dengg trotz Studium einiger Chroniken nicht ausfindig machen. Jedenfalls besteht der Hof seit mehr als 350 Jahren und wird seit mehr als zehn Generationen von der Familie Dengg bewirtschaftet. Heute kann Innerummerland mit einer kleinen Viehherde – zwölf Rinder in Mutterkuhhaltung – dank Vermietung und der Brennerei als Vollerwerbsbetrieb geführt werden.

„Was wär das Zillertal ohne die Meisterwurz?“, fragt Hannes Dengg. Den gut daumendicken Wurzelstrang des Doldengewächses gräbt er am Schwendberg auf über 1800 Metern Seehöhe aus, „im September, wenn ich vor dem Almabtrieb auf die Kühe schaue.“ Nur ein starker, alter Wurzelstrang sei für das Brennen interessant, weiß Hannes Dengg. Der Rest des weit verzweigten Wurzelstocks bleibt im Boden und treibt im gelockerten Erdreich noch stärker aus. Wurzelstücke im Apfelbrand ergeben den hochgerühmten „Meisterwurz“, der Heilkräfte entfalten soll. Hildegard von Bingen hielt das krautige Gewächs bereits in Ehren. Schaubrennerei am Hof Für die „geistreichen“ Arbeiten und für Gäste und Genießer errichtete Familie Dengg vis-a-vis des Hofes im Garten ein hölzernes Brennerhaus – klein, fein und urgemütlich. Auf dessen Terrasse setzt man sich rund um den Tisch zusammen und lässt den Blick über die Kirsch- und Birnenbäume und über die Siedlungen zu Füßen des Schwendbergs schweifen. Im Brennerhaus lässt man sich am großen Stammtisch nieder. Eine Glastür gibt den Blick frei auf Hannes‘ blitzsaubere Edelbrand-Werkstadt mit Destille, auf die Besucherbank und auf Buchenholz, das zum Anfeuern bereit steht. In gut gewählter Reihenfolge kredenzt Hannes Dengg einige seiner 24 Edelbrände und Liköre. Waldbeer- Likör zum Beispiel oder einen der Schnäpse  mit denen er 2012 Tiroler Landessieger wurde: Williamsbirne, Kirsch, Obstler und Traube.
Um Voranmeldung wird gebeten (1 Tag vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Hannes Dengg: Innerummerland,
Schwendberg 272, 6283 Hippach, t +43.5282.50949,
hannes.dengg@aon.at, www.ummerland.at

 

 

Schnapsbrennerei Spitaler Hippach

Schnapsbrennerei Spitaler Hippach

Vom Zillertaler Talboden liegt der Hof Ausserummerland nur drei Kehren und 200 Höhenmeter entfernt. Die Höfe und Wohnhäuser beziehen auf dem Schwendberger Sonnenhang Platz, auch der Erbhof Ausserummerland. Er besteht aus dem Stall, dem Wohnhaus der Familie, der Gästepension und dem charmanten „Brennhüttl“ – ein Haus im Tiroler Stil mit Verkosterstube, Brennraum und Willkommenslaube. Familie Spitaler trägt in fünfter Generation das Bauernleben weiter. Die Einkünfte aus Vermietung und der Schnapsbrennerei sind ein guter Zuerwerb für die kleine Landwirtschaft. Der kleinen Hofstelle wurde im 18. Jahrhundert das Brennrecht von Kaiserin Maria Theresia gewährt.

In Windeseile zur Brenn-Elite Mit vierzehn Jahren schaut Markus Spitaler seinem Großvater Sepp beim Schnapsbrennen über die Schulter. Einen völlig neuen Weg beschreitet er 2005 beim Umbau des Hofes. Eine neue Anlage, viele Schulungen, Besichtigungen und das Feingefühl von Markus sind der Schlüssel zum schnellen Erfolg. Landessieger Tirol 2007, Sortensieger 2008 - 2012, 2012 & 2014 Auszeichnung zum „Edelbrenner des Jahres“ bei der internationalen Edelbrandmeisterschaft „Destillata“. Markus scheint der Erfolg in den Schoß zu fallen.
Um Voranmeldung wird gebeten (1 Tag vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Markus Spitaler: Schnapsbrennerei
Spitaler, Schwendberg 268, 6283 Hippach,
t +43.5282.4178,
info@hausspitaler.at, www.hausspitaler.at

 
 

Kathrin & Martin Fankhauser, Schwendau

Kathrin & Martin Fankhauser, Schwendau

Für Martin Fankhauser, Landwirt und Schnapsbrenner am Stiegenhaushof, passen sie wie angegossen. Er repräsentiert die Heimat am liebsten in Lederhosen, ist gern bei Veranstaltungen aktiv und ständig auf der Pirsch nach neuen Kreationen. Er ist „echt Tirol“ und das mit Inbrunst. Ein kräftiges „Griaß di“ schallt dem Besucher der Schaubrennerei in Schwendau entgegen. Das Brenner-Haus gleich neben dem Stiegenhaushof ist einer stylischen Almhütte nachempfunden. Heu-Balkon, offener Kamin, Bauernwerkzeug und Holzschindeln zaubern Gemütlichkeit. Ein kristallener Kronleuchter über einem Schlossherrentisch mit pinkplüschigem Königsstuhl? Das überrascht allerdings! Hausherr Martin kommentiert mit einem Augenzwinkern: „A bissl müssen wir schon aus der Reihe tanzen!“

Trockenes Bergheu raschelt, liegt leicht in der Hand, duftet betörend. Kein Wunder: viele Kräuterarten, Blütenblätter und zarte Halme vereinen sich darin. In einem Glas mit klarem Bergheu-Brand weckt dieses Aroma Fantasien von romantischen Bergbildern. Martin, der „Stiegenhauser“, vertiefte sich ein Jahr lang in die Suche nach dem geeigneten Bergheu, experimentierte und testete. Dann staunte auch die Fachwelt: etliche Medaillen holte der Zillertaler mit seinem Bergheubrand. Mit anderen Spezialitäten holen er und Kathrin bis 2013 insgesamt 160 Auszeichnungen. Martin Fankhauser gibt zu: „Die Jagd nach noch besseren Produkten wird fast zum Lebensziel.“ Martin und Kathrin stellen dreißig Edelbrände und zehn Liköre her.
Anmeldung: Um Voranmeldung wird gebeten (1 Tag vorher)
Führungen: Öffnungszeiten: Mo - Sa 10:00 -12:00 & 15:00 – 18:00 Uhr
Preis: ab € 15,-/Person

Martin Fankhauser: Dorf 130,
6283 Schwendau, t +43.5285.6760.128,
info@stiegenhaushof.at  www.stiegenhaushof.at

 

       

Hannes Sporer - Schendau im Zillertal

Hannes Sporer - Schendau im Zillertal

Bergbauern über sieben Generationen - 1796 kaufte Matthäus Sporer das „Gütl Klammstein ob Mühle“. Den Hof besitzt die Familie nun in der siebten Generation und führt vieles wie anno dazumal fort: Heuwirtschaft, Vieh, Imkerei, Gäste bewirten. Nur in Sachen Schnaps hat Hannes Sporer alles auf den Kopf gestellt. Ende der 1980er Jahre musste der Vater den Spätsommer bei den Tieren auf der Aste, einer kleinen „Voralm“, bleiben. Hannes: „Bei dieser Gelegenheit hat er mir fast zwischen Tür und Angel die Brennerei erklärt.“ Hannes hörte gut zu, ging ans Werk und stellte Obstler her.

Qualitätspionier im Zillertal - Die überreifen Williamsbirnen eines Nachbarn öffneten Hannes Sporer Mitte der 1990er Jahre die Augen: „Den Schnaps haben mir die Leute aus den Händen gerissen!“ Bücherstudium, Sensorik-Kurse, Obstverarbeitungs-Lehrgänge und die Prüfung zum Baumwart folgten. Mehr als 60 Auszeichnungen sammelte er seit der Anschaffung der neuen Brennerei 1996. 2004 brachten ihm Golden Delicious-Apfelbrand, Mispelbrand, Marillen- und Traubenbrand den Tiroler Landessieger ein.
Um Voranmeldung wird gebeten (1 Tag vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Hannes Sporer:
Kleinschwendberg 272
6283 Schwendau, t +43.5285.62915,
m +43.664.9242606,
info@klammsteinhof.at, www.klammsteinhof.at

 

 

Günter Kammerlander: Pinzgerhof -  Reith i. Alpbachtal

Günter Kammerlander: Pinzgerhof -  Reith i. Alpbachtal „Ins Land eini schaun“, das genießt jeder, der am Pinzgerhof, weit über den Dächern von Reith, auf der Terrasse steht. Steile Wiesen, schmal verlaufende Terrassen und Wälder ziehen sich vom Reither Dorf bis zum Bergübergang in die Wildschönau. Gut gewählt wurde der Platz für Bauernhof, Gasthaus und den Obstgarten. Auf dem windarmen Sonnenhang in 900 Metern Seehöhe wachsen 250 Obstbäume und bringen seit Jahrzehnten reichen Ertrag; Grund genug, Edelbrand herzustellen.

Besondere Früchte vom Bergbauernhof Früchte vom hofeigenen Obstgarten wie Apfel, Birne, Zwetschke und Weichsel tragen ebenfalls ihr unverwechselbares Bukett mit sich. Sie kommen meist sortenrein in die Maischefässer und ergeben erstklassige Brände. Mit Williamsbirne, Marille und Kirsche aus Österreich sowie den hauseigenen Likören wächst die Palette auf zwanzig Produkte. Obstler, Kirsche und Zwetschke lagert der Experte im Akazienfass. Das verleiht dem Brand ein elegantes Aroma und die typische Farbe.
Um Voranmeldung wird gebeten
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Günter Kammerlander: Pinzgerhof,
6235 Reith i. A., Brunnerberg 12,
t +43.5337.62174,
www.natur-edelbrand.at
 

Beate Holaus, Dillentalhof - Wildschönau

 
Beate Holaus, Dillentalhof - Wildschönau

Seit 1795 steht der Dillentalhof im Familienbesitz. Beate Holaus und ihre drei Söhne bewirtschaften ihn. „Wir halten zusammen“, freut sich die Bäuerin. 20 Rinder müssen versorgt werden und im Arbeitsalltag entpuppt sich die Alpenromantik als knochige Realität. Kaum eine Weide ist mit dem Traktor befahrbar. Spezielle Geräte und die Sense müssen zur Hand. Was Kühe und Jungvieh gewohnt sind, bereitet ungeübten Wanderern Schwierigkeiten: der Gang über Hochweiden. Beate und ihre Söhne tragen in Feld und Wald grobe Schuhe, auch mit Steigeisen.

Vor Jahrhunderten prägte hier Armut das Bauernleben. Kaiserin Maria Theresia verlieh den Bauern der Wildschönau „exklusiv“ das Recht, „Krautinger“ zu brennen, „weil hier einfach nicht viel wächst“, erzählt Beate Holaus. Auch auf ihrem Hof wurde stets Schnaps gebrannt. Davon zeugen einige uralte Obstbäume, die am Abhang vor dem Hof der Schwerkraft trotzen. Kirschen, Äpfel und Birnen werden zusammengetragen. Der Acker mit der berühmten Krautinger Rübe liegt oberhalb des Dillentalhofs auf 1200 Metern Seehöhe, ebenfalls auf abschüssigen Böden. Im Juli sät Peter Holaus händisch aus, im Oktober wird geerntet. Die Rübe benötigt Wasser und Sonne. Beate: „Je nach Witterung gibt es Ei-große Rüben oder Riesenfrüchte mit 25 Zentimetern Durchmesser.“
Anmeldung: Um Voranmeldung wird gebeten (3-4 Tage vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Beate Holaus: Dillentalhof,
6313 Wildschönau,Dillentalweg – Auffach 50,
t +43.664.2124988,
dillentalhof@gmail.com, www.dillentalhof.com

 
 

Juliane & Andreas Bliem: Brennoase - Langkampfen

Juliane & Andreas Bliem: Brennoase - Langkampfen Juliane Bliem - die erste Edelbrand- Sommelière Westösterreichs Das Schild „Brennoase“ lädt im Dorf Niederbreitenbach zum Stopp an der Landstraße ein, mitten in einer beschaulichen Naturoase. Der große Bauernhof inmitten stattlicher Obstbäume mit weit ausladenden Kronen verrät: hier können Tonnen von Früchten zu edlen Tropfen verarbeitet werden – von Frauenhand! Juliane Bliem widmet sich neben Hof- und Stallarbeit seit fünf Jahren mit Feuereifer der Edelbrand-Herstellung. Die Sommelière führt das Handwerk ihrer Schwiegereltern zur Perfektion.

Im Rahmen der Verkostungen in ihrem gemütlichen Brennstüberl pariert sie spitzfindige Kollegen-Fragen mit einem charmanten Lächeln und Sachkenntnis. Schnapsbrennen war in vielen Regionen Tirols traditionell Frauensache, die Brenner-Elite stellen jedoch fast durchwegs Männer. „Jetzt machen immer mehr Frauen die Prüfung zum Edelbrand- Sommelier“, freut sich die tatkräftige Bäuerin. Die alten Hochstammbäume tragen regionaltypische Sorten. Jakobsbirne, Mostbirne und Petersbirne; Königsapfel und Falchs Gulderling; Weichsel und Salvenkrische. Rote, gelbe und blaue Ringlotten reifen am Strauch bei der Tennen-Auffahrt. Vogelbeeren erntet die Familie von drei eigenen Bäumen und gibt wilde Vogelbeeren aus den Wäldern dazu. Die Früchte werden stets gewaschen und landen handverlesen in der Maischemühle. Steinobst wie Zwetschken, Marillen oder Kirschen rührt Juliane Bliem im Bottich sorgsam. „Die Kerne müssen sich absetzen, dürfen aber auf keinen Fall zerstört werden. Einen kleinen Teil lasse ich in der Maische. Das rundet den Geschmack ab.“ Begehrt sind die aromatischen Kombinationen aus Apfel und Kelchsauer Hagebutte oder Apfel und Marille.
Anmeldung: Um Voranmeldung wird gebeten (ca. 2-3 Tage vorher)
Führungen: jeden Freitag
Preis: ab € 15,-/Person

Juliane & Andreas Bliem: Brennoase, Schönwörthstraße 47,
6336 Langkampfen, t +43.5332.81363,
jubli@kufnet.at, www.brennoase.at

 
 

Manfred Höck - Schwoich,

Manfred Höck - Schwoich,

Ein Meer aus Blumen umgibt das Haus. Ein Obstgarten schließt an, dessen Streuobstbäume von kundiger Hand gepflegt werden. Die knorrigen Obstbäume rund um den Bauernhof weisen auf die lange Tradition des Obstbaus hin. Damit ist meist auch das Brennen von Schnaps verbunden. Mit der Hofübergabe 2005 wird auch dieses Handwerk übertragen – und neu definiert! Nur makellose, sonnengereifte Früchte landen in den Gärfässern und in der modernen kupferglänzenden Brennanlage.
„Der Vater hat schon schlucken müssen“, sinniert Manfred Höck. Heute freilich sei er noch akribischer als Manfred selbst.

Das hochprozentige Ergebnis seiner vielen Kurse, Expertenbesuche und Versuche wird 2007 zur Prämierung der Tiroler Landwirtschaftskammer gesandt. „Den Brief mit dem Test-Ergebnis wollte ich gar nicht aufmachen“, gibt Höck zu. Erstklassige Qualität wird ihm bescheinigt. In den Jahren darauf folgen mehr Einreichungen und
weitere Spitzenergebnisse, 2009 auch für die Liköre. 2010 holt sich der Kronbühelbauer mit heiß begehrten Likören den Tiroler Landessieg. Der Gerstenbrand brachte dann letztlich noch im Jahr 2014 die Auszeichnung zum Edelbrand des Jahres bei der Destillata.
Um Voranmeldung wird gebeten Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person
Manfred Höck:
6334 Schwoich, Höhe 48, t +43.664.3657.565,
manfred.hoeck@chello.at, www.edelbrandbrennerei.at

 
 

Hans Stix - Thiersee

Hans Stix - Thiersee

Obst ist aller Genüsse Anfang. In Sachen Obst macht dem Hans Stix keiner etwas vor. 45 Jahre war er Obsthändler wie schon sein Vater. Die unendliche Vielfalt der Früchte studiert Stix in seiner Heimat, der Oststeiermark, und dort liegen auch seine Obstgärten. „Schnapsbrennen gehörte zum Handwerk von Jugend an und seit der Pensionierung habe ich richtig Zeit dafür“, freut sich der geprüfte Sommelier. Diese Faszination teilt übrigens auch seine Gattin Kathi. Ihre Familie stellte am Thierseer Moarhof schon vor Jahrzehnten erstklassige Schnäpse her. In Thiersee im Ferienland Kufstein befindet sich das Haus von Kathi und Hans Stix. Von hier aus überblickt man den idyllischen See.

Quitte ist nicht gleich Quitte. Es gibt Apfelund Birnenquitten, kultivierte Sorten und wilde. Allen ist das unglaublich intensive Aroma eigen, jedoch ist sie für den Verzehr viel zu hart. Unter Brennern ist die Frucht begehrt. Von der Verarbeitung der Frucht kann Frau Stix ein Lied singen. Die Urfrucht der Quitte muss es sein, denn schon wenige Früchte füllen „den halben Himmel“ mit ihrem Aroma. Die pelzige Haut wird mit warmem Wasser gewaschen und gebürstet. Das große Kernhaus der Quitte muss zur Gänze heraus – ein anspruchsvolle Arbeit bei steinhartem Fruchtfleisch. „Mit Gute-Luise- Birnen unterlegt, ergibt die Quitte einen Brand mit intensivem Primärduft“, kommt Hans Stix ins Schwärmen. Fruchtmäßig schöpft die Brennerei Stix tatsächlich aus dem Vollen: Marillen, Kirschen, Weichseln, Rote Williamsbirne, Kriacherl und Dirndlkirschen landen in den Maischebottichen und als Edelbrand und Likör in den Gläsern der Feinschmecker.
Anmeldung: Um Voranmeldung wird gebeten (3 Tage vorher)
Führungen: jeden Donnerstag
Preis: ab € 15,-/Person
Kathi & Hans Stix: Lechen 44, 6335 Thiersee,
t +43.5376.5359, m +43.664.2206799,
 

Simon & Fabian Koller - Söll

Simon & Fabian Koller - Söll Wer zwischen dem altehrwürdigen Haus und der Brennerei des Oberkollerhofes steht, glaubt sich in einer anderen Zeit zubefinden. Die Wände aus grob behauenen Balken tragen den schmalen Balkon und geben wenige Handbreit für Sprossenfenster frei. Im Firstbalken des Hofhauses ist 1492 eingekerbt. Gegenüber, im Brennhaus mit Viehstall verrät ein Trägerbalken das Baujahr 1655. Im Inneren blitzt eine moderne Kupfer- Brennanlage, im Stockwerk darüber nehmen Besucher Platz für Verkostungen und Feiern. „Das urige ist schon echt bei uns“, lacht Simon Koller. Der große Bewirtungsraum ist die behagliche Fortführung des urigen Heu- Lagers; Boden, Wände und Decke sind aus groben Balken. Ein Ofen sorgt für Wärme, durch kleine Fenster kommt Licht.

„Das 300-Liter-Brennrecht und sogar ein Zukaufsrecht ist verbüchert“, bestätigt Koller. Schon als junger Spross wich er seinem Vater bei der Brennarbeit nicht von der Seite. Nur das Herzstück darf im Brand bleiben, dann landet in den Gläsern ein milder, aromatischer Edelbrand. Einer mit Meisterwurz zum Beispiel, der 1992 bei der Destillata Gold und „Schnaps des Jahres“ einheimst. Die Euphorie des Schnapsbrennens erfasst nun auch Sohn Fabian Koller.
Um Voranmeldung wird gebeten (1-2 Tage vorher)
Führungen: auf Anfrage
Preis: ab € 15,-/Person

Simon & Fabian
Koller: Brennerei Oberkoller, Pirchmoos 16,
6306 Söll, t +43.5333.5460,
s.i.koller@gmx.at